Heizung & Energie

Wärmepumpe: Wie sie funktioniert, was sie kostet und was ins Angebot muss

Eine Wärmepumpe entzieht der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser Wärme und hebt sie durch Kompression auf Heiztemperatur. Sie erzeugt pro 1 kWh Strom 3–5 kWh Wärme (COP). Wärmepumpen-Angebote enthalten oft unklare Pauschalposten — was genau Gerät, Installation und Erdarbeiten kostet, bleibt dabei verborgen.

Welche Wärmepumpen-Typen gibt es?

Luft-Wasser-Wärmepumpen sind am verbreitetsten: Sie entziehen der Außenluft Wärme, einfache Installation, kein Grundstückseingriff. Sole-Wasser-Wärmepumpen nutzen Erdwärme über Erdkollektoren (Flächenkollektor oder Tiefensonde) — effizienter, aber aufwendige Erschließung. Wasser-Wasser-Wärmepumpen nutzen Grundwasser: sehr effizient, aber wasserrechtliche Genehmigung nötig.

Was kostet eine Wärmepumpe?

Luft-Wasser-Wärmepumpe komplett inkl. Installation: 15.000–30.000 € je nach Leistungsklasse und Gebäudeaufwand. Erdwärmepumpe: 20.000–40.000 € inklusive Erdsondenbohrung. Nach BEG-Förderung können 30–70 % erstattet werden. Die tatsächlichen Kosten hängen stark von Heizlast, vorhandener Hydraulik und Warmwasserbereitung ab.

Was muss im Wärmepumpen-Angebot stehen?

Ein vollständiges Angebot listet separat: Außengerät (Hersteller, Modell, Leistungsklasse), Inneneinheit / Hydraulikset, Pufferspeicher und Warmwasserspeicher, Elektroarbeiten (Anschluss, ggf. Haussicherung), Erdarbeiten oder Außenaufstellung, hydraulischer Abgleich, Inbetriebnahme und Einweisung sowie BAFA-Antragstellung. Pauschalpreise ohne Aufschlüsselung machen einen fairen Vergleich unmöglich.

COP, JAZ und Heizlast — was du kennen solltest

Der COP (Coefficient of Performance) steht im Datenblatt — er ist ein Laborwert. Die JAZ (Jahresarbeitszahl) ist die reale Effizienz im Betrieb über ein Jahr. Die Heizlast bestimmt, welche Leistungsklasse die Wärmepumpe haben muss. Zu groß gewählt taktet sie häufig, was Effizienz und Lebensdauer senkt. Zu klein bleibt sie an Frosttagen im Notbetrieb (elektrischer Heizstab).

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Häufige Fragen

Für welche Gebäude eignet sich eine Wärmepumpe?

Grundsätzlich für alle — aber am effizientesten in gut gedämmten Gebäuden mit niedrigen Vorlauftemperaturen (unter 55 °C). Altbauten mit Heizkörpern, die auf 70–80 °C ausgelegt sind, brauchen oft Sanierungsmaßnahmen oder Flächenheizungen für eine gute Effizienz.

Welche Wärmepumpe ist die richtige für mein Haus?

Das hängt von Heizlast, Grundstück und Budget ab. Ohne Bohrrecht oder viel Freifläche ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die häufigste Wahl. Mit Grundstück und Bohrrecht ist die Sole-Wasser-Variante langfristig effizienter.

Was kostet der Betrieb der Wärmepumpe im Jahr?

Bei einer JAZ von 3 und einem Wärmebedarf von 12.000 kWh werden ca. 4.000 kWh Strom verbraucht. Bei 0,30 €/kWh sind das 1.200 € Stromkosten — deutlich weniger als Gas, besonders wenn der Strompreis über Photovoltaik reduziert wird.

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